FATE-Punkte

Âventiure für Age of Arthur

Vorgefertigte Abenteuer für Fate sind ja so eine Sache. Generell ist das verfassen von Abenteuern nicht unbedingt einfach aber gerade durch Aspekte, Fate-Punkte und die einhergehende Verschiebung von Erzählrechte an die Spieler wird es unvorhersehbar was passieren kann. Am liebsten gestalte ich Abenteuer wie es im Kurzshocker Wetterleuchten aufskizziert ist. Aber zum eigentlichen Thema für das Fate-Rollenspiel Age of Arthur sind 4 Aventiure auf Drive Thru erschienen:

Time of the Wolves is an epic saga of four linked adventures for the Age of Arthur roleplaying game.

Your band of heroes are at the heart of the struggle to save the Kingdom of Ebrauc from the menacing Angle invaders.

The ravenous noble sons of the ruling dynasty of the Angles, the Wuffingas, are hunting glory and conquest. Ebrauc is the tasty morsel that they are vying over.

Strong sword arms and brave hearts will not suffice. In these adventures your heroes will fight heroic battles, undertake difficult negotiations, meet fearsome monsters, discover lost treasures, encounter the beguiling Fae, sing songs in smoky halls, drawing on every ounce of heroism and sacrifice.

The wolves are circling.

Can you keep them at bay?

FATE Chips mit Roll20

von Blechpirat der Mörderische

Der Kollege Hans Joachim Maier fragte mich nach meinen Erfahrungen, FATE mittels eines Google Hangouts zu spielen. Das hab ich für eine bunt zusammengewürfelte Runde von Tanelornis schon mal gemacht, und mir dabei besonders Gedanken gemacht, wie ich die FATE-Punkte Wirtschaft online abbilden kann.

Oliof hatte für mich (und z.B. Zornhau) mal Diaspora per Hangout angeboten, aber die FATE-Punkte zu verteilen fand ich unpraktisch. Außerdem ist er ein Guru, was sowas angeht, und seine Methode konnte ich nicht reproduzieren. Also kam ich auf roll20.net (meine Kampagnenseite). roll20 hat aber deutlich den D&D Spieler im Kopf, und nicht so sehr uns Indiegamer.

Mein Hauptanliegen war es also weniger, Maps und Token zu verwenden (wir haben nicht mal eine Skizze benötigt), sondern eine Übersicht zu haben, wer gerade über wieviele FATE-Punkte verfügt.

Die Lösung war ein Kartenspiel (natürlich…). Bildschirmfoto vom 2012-12-10 17:40:19

Da das eigentliche Deck mit roten Chips für Fatepunkte durch das ganze rumprobieren unsauber geworden ist, zeige ich hier meine Spin-Token… gleiches Prinzip.

Viel Spaß, und lasst hören, ob es für euch auch funktioniert.

Was ist FATE?

Schon von einigen Tagen (ich war im Urlaub) hab ich von Andreas eine Mail bekommen:

Von: Andreas
Betreff: Was ist FATE?

Nachrichtentext:
Irgendwie finde ich keine kurzen Informationen darüber, was FATE ist und wo die Unterschiede zu anderen Regeln sind. „Projektziele“ erschlägt mich mit Informationen. Warum sollte ich die FATE-Regeln nehmen und nicht z. B. die original Warhammer RPG Regeln oder GURPS (Light)?

Und Andreas hat Recht: Der Seite fehlt eine kurze Info darüber, was FATE eigentlich ist. Ich hab zwar mal einen Artikel dazu gemacht, was man zum Thema FATE wohl sinnvollerweise in die Wikipedia packen sollte, aber der stieß im Tanelorn auf wenig Begeisterung. Vielleicht hilft er trotzdem.

Nun habe ich aber letzte Woche zwei Runden Dresden Files geleitet, die vorwiegend an Systemneulinge gerichtet waren. Daher weiß ich, wie unglaublich schwer es ist, FATE zu erklären. Es ist viel einfacher zu spielen als zu erklären.

Ich beschränke mich hier auf die Beantwortung der konkreten Frage von Andreas – und freu mich über Kommentare, wie man FATE gut erklärt.

Also, lieber Andreas:

Warum sollte ich die FATE-Regeln nehmen und nicht z. B. die original Warhammer RPG Regeln oder GURPS (Light)?

Die Abgrenzung zwischen Gurps und FATE ist leicht. Gurps ist ein großartiges System, dass eine besondere Seite des Rollenspiels fast perfekt hinbekommt: Die Simulation. Wenn du einen Satz Regeln möchtest, der die Wirklichkeit extrem gut abbildet (und tolle Settingbände hat), dann ist Gurps für dich richtig.

FATE ist fast das Gegenteil von GURPS.

Nehmen wir mal eine kleine Aktion, nämlich das Schleichen. Anton (ein Dieb) will durch eine Lagerhalle schleichen, die extrem schlecht beleuchtet und voller Container ist. Bei GURPS würfelt man jetzt, und der SL erleichtert die Probe um einen Modifikator, den er den Regeln entnehmen kann.

Bei FATE gibt es diesen Modifikator (im Extremfall zumindest) nicht. Ob du im Hellen oder im Dunkel schleicht, ob hinter Containern oder in direkter Sicht – du würfelst auf schleichen. aber aus den oben fett gedruckten Beschreibungen der Lagerhalle werden sog. Aspekte. Dabei handelt es sich um kurze Satzfetzen, die das FATE-System benutzt, um fast alles zu beschreiben: Szenen, Orte, PCs, NSCs, sogar Wunden und ganze Kampagnen. Ein NSC König wird in FATE nicht beschrieben, in dem er „Regieren“ auf +18 hat, sondern durch die Aspekte „gütiger Herrscher“ „extem eifersüchtig“ „unter der Fuchtel der Hofmagierin“.

Diese Aspekte (und jetzt wirds endlich toll) sind für die Mechanik wichtig. Wenn du einen Aspekte als hilfreich beschreiben kannst, wird dein Wurf (massiv) verbessert. Schleichen ist also einfacher, wenn der Ort „extrem schlecht beleuchtet“ ist – aber nur, wenn du es zu einem Teil deiner Erzählung machst. Zudem gibt es eine zweite Beschränkung: Du benötigst sog. FATE-Punkte (eine knappe Resource), um deinen Wurf mit Aspekten boosten zu können. Soll heißen: Es ist also gar nicht immer einfacher, in extrem schlecht beleuchteten Orten zu schleichen – sondern nur, wenn du diese Tatsache mit FATE-Punkten für wichtig erklärst.

Klingt unlogisch? Soll es auch. Denn FATE will nicht (wie GURPS) die Wirklichkeit abbilden. Sondern eine Geschichte. Und das der gute Anton von oben eigentlich seine Schleichenprobe gar nicht hinbekommen hat, aber es ihm (nach Zahlung des FATE-Punktes) doch gelingt, weil die Wache ihn wegen der extrem schlechten Beleuchtung nicht gesehen hat – das rockt im Spiel.

Noch toller wirds, wenn wir uns die Aspekte von Anton selber angucken (die hat sich Antons Spieler für ihn ausgedacht): „lautloser Assassine aus den Morgenlanden“ und „heimlich verliebt in Prinzessin Silvie„. Übrigens: auch den lautlosen Assassinen hätte Antons Spieler nutzen können, um die Schleichenprobe oben zu bestehen. Aber neben dem Effekt, Würfe zu verbessern, hat der Aspekt AUCH noch eine „negative“ Seite – das reizen. Der SL kann dem Spieler einen FATE-Punkt geben, damit er sich im Sinne des Aspekts verhält. Schleicht sich Anton also an Prinzessin Silvies Schlafzimmerfenster vorbei – wird er seine erfolgreiche Aktion riskieren, um auf ihrem Bett noch eine Rose abzulegen? Der SL kann ihn mit einem Chip dazu verführen…

Und so entstehen Abenteuer in FATE. In dem das System dich belohnt, wenn du deinen Charakter (vor allem seine Schwächen) ausspielst. Und dafür darfst du dann unglaublich rocken, wenn du deine Stärken hervorholst. Mit dem Stapel Chips, die du für deine Schwächen bekommen hast.

Für den SL hat es den Vorteil, dass sich die Abenteuer von alleine am Spieltisch ergeben. Ein paar Chips auf den Tisch geknallt, und schon brummt es…

Und das ist nicht alles. Spieler können Aspekte (wie z.B.: Der Drache hat einen weichen Bauch) selber schaffen. Und wenn du da mal weiter denkst, wirst du dir vorstellen können, was FATE so anders macht, als GURPS.

Zur Einführung schlage ich dir FreeFATE vor, dass gibt es z.B. hier zu lesen: http://freefate.de/

Großgefechtslagen

Auf dem Tanelorn-Treffen hatte ich bei der von „mieser Wicht“ geführten Malmsturm-Runde großen Spaß. Den Großteil der Zeit haben wir damit verbracht, eine Befestigungsanlage gegen unendliche Horden von Untoten zu halten. Es war ein epischer Fight, der ganz großartig von Orko in einem Gedicht (!) als Diary beschrieben wurde.

Im Anschluss haben wir darüber diskutiert, welche Vor- und Nachteile die von „mieser Wicht“ gewählte Abbildung der Schlacht hatte. Seitdem habe ich noch etwas mehr über dieses Szenario nachgedacht. Alles, was im Folgenden geschrieben steht, baut auf dem von „mieser Wicht“ genutzten Modell für Massenschlachten und dem Gespräch mit ihm und den anderen Teilnehmern der Runde auf, denen hiermit ganz herzlich gedankt sei. Ganz nebenbei erwähnt, es war eine epische Runde!

„Es mag der Tag kommen, an dem wir nüchtern nach Hause gehen müssen. Aber dieser Tag wird nicht heute sein!“
– Falke356

Zielsetzung

Die Charaktere sollen in einer Schlacht rocken können. Dabei müssen Sie taktische Entscheidungen treffen und sollen zusammenarbeiten. Die Schlacht soll zudem in einem engen Zeitfenster abgehandelt werden. Es soll möglichst spannend sein und evtl. sogar gefährlich für die individuellen PCs.

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Dresden Files Rollenspiel

Edinburgh Blues

Der folgende Beitrag stammt von JollyOrc. Er war so freundlich, ein Diary zu der letzten Sitzung unserer Dresden Files (DFRPG) Runde zu schreiben. Die Erstfassung ohne meine Kommentare ist im Tanelorn erschienen. Der Text ist aus der Ich-Perspektive seines Charakters (eines normalen, also nicht übernatürlich begabten, Gunmans) geschrieben. Die grau hinterlegten Einschübe sind seine Anmerkungen, in denen er diese Perspektive verlässt. Meine Anmerkungen sind blau gekennzeichnet. Ich kommentiere aus der Sicht des Spielleiters und richte mein Augenmerk vor allem auf dei FATE-besonderen Mechanismen und erwähne es, wenn die FATE-Regeln eine besondere Rolle spielten.

Dienstag morgens, nach einer durchzechten Nacht…

brrrrRRRING!

brrrrRRRING!

Verfluchtes Telefon, warum hab ich das Mistding nicht aus der Wand gerissen?

brrrrRRRING!

Fluchend, grummelnd, und über die am Boden verstreute Wäsche stolpernd greife ich nach dem Hörer und brumme etwas unflätiges hinein.

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Zufallstabellen für FATE?

Auf rpg.net zeigt der User Gullerbutry, wie man Zufallstabellen mit FATE realisieren kann:

FATE Zufallstabelle Wirf vier FUDGE Würfel. Um die Ergebnisse abzulesen, zähle die Anzahl der + und gehe entsprechend weit nach rechts. Dann zähle die – um die richtige Zeile zu finden.

Die dunklen Felder haben eine Wahrscheinlichkeit von1/81, die etwas helleren Felder kommen mit 1/20 Wahrscheinlichkeit, die nächsthelleren 1/13. Die hellsten drei in der Mitte haben eine Wahrscheinlichkeit von 1/7.

Der Autor würfelt darauf, um herauszufinden, wie NSCs die PCs sehen. Das Ergebnis kann sofort als Aspekt herhalten. Weiter könnte man mit Nutzung eines Aspekts oder einem Wurf auf Kontakte erlauben, das Feld in eine Richtung nach Wunsch des Spielers zu verändern, während der SL daraus einen Compel/Erzwingen eines Aspektes machen könnte, um seinerseits zu schieben.
Mich würde sehr interessieren, ob ihr so eine Tabelle gut findet – oder ist der Gedanke einer Zufallstabelle eurer Ansicht nach zu sehr Old-School? Es bringt mehr Zufall ins Spiel – aber viele SLs haben mit dem Input der Spieler ja schon genug „Zufall“ zu verarbeiten und wollen dennoch ihre Geschichte durchziehen. Und z.B. in Dresden Files geht es ja auch gerne mal um eine Detektivgeschichte, da ist Zufall ja nochmal was ganz besonderes, denn zumeist steht (für den SL) ja der Täter schon vorher fest. Zur Diskussion geht es hier.

Dresden Files – Ein Wizard Build

Für das Forentreffen des Tanelorn habe mir einen Wizard zusammengebaut. Hier ist er auf einem ausfüllbaren PDF zum Download und der eigenen Anpassung.

Hier sind die Gedanken, die ich mir beim Aufbau gemacht habe (fett gedrucktes eignet sich vielleicht als Aspekt):

An Anfang braucht man einen guten Namen. Das Abenteuer soll in Barcelona spielen. Daher soll sein Name Jakob sein. Bad Horse hat mich darüber informiert, dass Jakob auf Spanisch Iago ist. Also Iago! Nachname vielleicht Comez.

Er ist kahlköpfig, weil er total paranoid ist, dass jemand ihn mittels seiner Haare verzaubert. Er hat sogar die Augenbrauen abrasiert. Vielleicht war was schlimmes in seiner Vergangenheit, was mit einer Verzauberung über die Haare funktionierte?

Er soll 42 Jahre alt sein. Er lebt bei seiner dicken, sich ständig einmischenden Mutter – letztere denkt, ihr Sohn sei ein erfolgloser Bildhauer. Wenn sie total besoffen ist (was gerne passiert), dann glaubt sie, dass Iago in Wirklichkeit in ihrer Waschküche Drogen braut.

Er verfügt über ein uraltes, unzuverlässiges Motorrad namens Rita.

Er hat eine dysfunktionale Beziehung zu Karen, einer rothaarigen Schottin. Er kann absolut nicht nein zu ihr sagen, obwohl sie ihn ständig betrügt. Sie ist eine zarte Person, die extrem lebensfroh ist und von dem lebt, was sie aus den Männern so rausleiert. Sie ist egoistisch und flatterhaft, aber nicht sehr bösartig, sondern nur extrem unzuverlässig. Sie mag Jakob eigentlich ganz gerne. Nur die andern Männer eben auch 🙂

Jakobs Vater ist ein durch und durch korrupter Bauunternehmer mit Mafiakontakten. Er erfüllt Jakob jeden Wunsch, der mit Geld bezahlt werden kann (wenn es nicht viel Zeit kostet, zumindest) – und das ist Jakob extrem peinlich.

Jakob war ein echtes Anhängsel im Beziehungsduell seiner Eltern, ein Spielstein, ein Bauer. Er will nichts mehr als das Gefühl „Ich werde gebraucht!“. Mit Karen verbindet ihn „wahre, unerwiderte Liebe„.

Fristón ist ein Wizard gewesen, der vor Jakob Warden war. Jakob hat bei ihm das Handwerk gelernt – Fristón ist nun aber weg. Er hinterlässt einen unglaublich gut geschützten Turm mit verlockendem Inhalt. Aber Jakob, der einst den Turm ungehindert betreten durfte, wird jetzt plötzlich von den Schutzzaubern nicht mehr durchgelassen. Jakob weiß nur, dass Fristón etwas „ganz großes“ plante. Fristón selbst war unbeliebt und aggressiv mit vielen Feinden – und sehr mächtig, um das zu überstehen zu können.Sein High Concept könnte „Neu als Warden“ sein. Trouble: „Wahre unerwiderte Liebe“

Aspekte:

  • „Ich werde gebraucht!“ [Okay, das bringt einen ins Abenteuer und sollte ordentlich FATE-Punkte abwerfen! Und ich kann es auch fast immer für einen +2 Bonus einsetzen.]
  • „Wahre unerwiderte Liebe“ [Eine Einladung an den SL, mich absolut lächerlich zu machen. Wenn Iago so ein mächtiger Wizard wird, wie ich hoffe – dann braucht es das als Gegengewicht. Außerdem finde ich es spannend, ob ich so eine Beziehung glaubwürdig spielen kann. Und ich steh auf rote Haare…]
  • „Das krieg ich hin!“ [Noch mal +2. Und ein FATE-Punkt, wenn ich eigentlich wegrennen sollte. ]
  • „Gerade noch rechtzeitig“ [Hier ziele auf einen Tag for Effect ab: Ein FATE-Punkt bringt mich dahin, wo ich bebraucht werde. Außerdem gehen so Dinge wie „Gerade noch rechtzeitig werfe ich mich in Deckung.]
  • „Schüler von Fristón“ [Fristón ist ein Arschloch. Er hat viele Feinde, die jetzt meine Feinde sein können… für nur einen Fate-Punkt, lieber SL 🙂 Fristón ist zudem ein mächtiger Magier – der kann mir noch viel beigebracht haben.

Nach etwas nachdenken ist dann folgendes sortiert dabei herausgekommen:

Iago Comez, White Court Wizard

Concept: Neu als Warden! (Evtl. „Ganz allein Warden für ganz Spanien“)
Trouble: Wahre, unerwiderte Liebe (zu Karen)

Background
Jakob war ein echtes Anhängsel im Beziehungsduell seiner Eltern, ein Spielstein, ein Bauer. Er will nichts mehr als das Gefühl „Ich werde gebraucht!

Rising Conflict
Fristón ist ein Wizard, der vor Jakob Warden war. Jakob hat bei ihm das Handwerk gelernt – Fristón ist nun aber weg. Er hinterlässt einen unglaublich gut geschützten Turm mit verlockendem Inhalt. Aber Jakob, der einst den Turm ungehindert betreten durfte, wird jetzt plötzlich von den Schutzzaubern nicht mehr durchgelassen. Jakob weiß nur, dass Fristón etwas „ganz großes“ plante. Fristón selbst war unbeliebt und aggressiv mit vielen Feinden – und sehr mächtig, um das zu überstehen zu können. Aspekt: „Schüler von Fristón“

The Story:Nasser Tod
Von dem Campingplatz nahe einem klaren Gebirgssee in den Pyrenäen verschwinden regelmäßig Touristen. Ohne die Leichen kann die Polizei nichts ausrichten. In seiner Not wendet sich der Betreiber an Iago. Iago findet Nixen aus dem Sommer-Hof, die hier möglichst gutaussehende Touristen verführen und unter Wasser ziehen. Dort sterben ihre Opfer den Ertrinkungstod. Iagos erster Versuch, die Nixen zu vertreiben hält nur kurz. Eine Hexe holt sie ständig zurück – als Gegenleistung für den Verjüngungstrank der Nixen. Die Hexe ist Iagos Magie durchaus gewachsen, aber dank der Mithilfe von … kann das Problem gelöst werden. Aspekt: „Ich krieg das hin!“

Guest Star: Djinns in Barcelona?
Loki hat  ein paar Djinns aus alten maurischen Tagen gefunden und freigelassen… Iago wollte die Djinns aufhalten, die er von Bjarki aufgestachelt wähnte. Während Iago und Bjarki ihr Missverständnis aufklären, machen die Djinns viel kaputt. Bjarki kann sie davon überzeugen, dass die moderne Zeit viel zu toll ist, als dass man die Stadt zerstören sollte. Gemeinsam mit Iago können andere übernatürliche Fraktionen davon abgehalten werden, an die Djinnflaschen zu kommen und die Djinns erneut zu versklaven. Aspekt: „Gemeinsam sind wir stark“

Guest Star Redux: ???

Mechanisch sieht das dann so aus:

Stunts:
Evocation -3
Evocation bringt drei Elemente (bei mir Feuer, Erde und Luft) und eine freie Spezialisierung mit. Ich wähle Feuer, und will einen Power Bonus
Thaumaturgy -3 Auch hier gibt einen Bonus, aber den habe ich noch nicht festgelegt. Nach meiner Vorstellung wird er bei der Herstellung von Zaubertränken helfen.
The Sight -1
Soulgaze -0
Wizard’s Consti -0
Refinement -1 Hier wähle ich ein neues Element (Spirit), dass mit einem Spezialisierungsbonus kommt. Ich wähle Power Bonus +1: Spirit
Refinement -1 (Evocation Power Bonus +1: Fire, Evocation Control Bonus +1: Fire)
So, hier geht der letzte Punkt Refresh – ich nehme noch mal Refinement. Aber statt auch noch Wassermagie zu lernen, spezialisiere ich mich lieber. Dann bekomme ich zwei +1 Boni: Ich nehme Power +1 und Control+1 auf Feuer
Skills
2x +5 Conviction, Discipline
2x +4 Lore, Alertness
2x +3 Athletics, Endurance
3x +2 Fists, Stealth, Empathy
5x +1 Resources, Driving, Guns, Contacts, Investigation
Scrandy hat uns mit 35 Skillpunkten verwöhnt. Das erlaubt mir Conviction und Discipline auf +5 zu nehmen. Auf +4 lege ich Lore (denn dann klappt viel von alleine und kann 4 sog. Rote Spells haben). Der Rest ist schwierig. Da der Charakter von Bad Horse kompetentes Gesicht der Gruppe sein wird, kann ich hier sparen. Ich wähle Alertness (weil es die Initative beeinflusst) auf +4.
Focus Item: Blasting Rod: +1 Offensive Control Bonus Fire Ich habe 4 Fokus Items für umsonst bekommen. In den ersten Slot kommt eine Kopie von Harrys Blasting Rod. Er muss ausgleichen, dass ich bisher zwar +2 auf Power(Fire), aber nur +1 auf Control(Fire) habe.
Focus Item: Fristóns Ring der Macht: +1 Offensive Control Spirit In den zweiten Slot kommt ein +1 offensiver Kontrollbonus für Spirit – das find ich nett. Ich wähle einen Ring von Fristón als Träger.
Focus Item: Hut (Schwarz mit rotem Band): +1 Defensive Control for Spirit Bisher alles nicht so sehr spanisch – also muss was folkloristisches her. Ein Hut! Er gewährt +1 auf die Kontrolle von Spirit, wenn man sich verteidigt: Hüte schützen.
Enchanted Item: Spanischer Matadoren-Gürtel [Ich hab dazu die Regeln nicht gefunden, daher vermutlich]: Armor:3, 2 Uses.

1 Slot für Enchanted Items wie Potion

Den letzten Fokus-Slot teile ich auf, um zwei Enchanted Items haben zu können. Der Gürtel eines Matadors kommt mir cool vor. Er soll mir Rüstungsschutz verleihen. Ich hab eine Lore-Wert von 4, dass ist also die Basisstärke. Da ich die Rüstung zwei Mal genießen will, ziehe ich von der Stärke 1 ab (YS279). Es bleibt Armor:3. Bei dem Wert bin ich mir aber unsicher. Vielleicht gilt auch die Regel aus YS252, dass Armor nur die Hälfte des Blockwertes beträgt, abgerundet. Dann würde ich natürlich die Stärke bei 4 (für Armor:2) lassen und auf die zweite Nutzung verzichten.

Einen Slot lasse ich für Zaubertränke etc frei.

Rote Spells (4)

Maser!: (Feuerangriff, 7 Shifts), Laserartiger Strahl aus Feuer (Waffe:7), Setzt Blasting Rod voraus.

Dank meines hohen Wertes von +4 auf Lore kann ich 4 Sprüche auswählen, die ich vereinfacht sprechen kann. Erstmal muss was aggressives her, Scrandy wird uns bestimmt kämpfen lassen! Ein laserartiger Strahl, wie ihn Capt. Luccio kann.

Ohne Hilfe kann ich bei offensiven Feuersprüchen aus dem Skill Conviction heraus eine Power von +5 holen. +1 als Spezialisierung für die Wahl von Evocation und noch mal +1 für das Refinement. Macht stolze +7 Shifts, die aber noch kontrolliert werden wollen! Dazu habe ich eine Disziplin von +5, aus dem Refinement ein +1 Control Bonus und der Blasting Rod gibt nochmal +1 – also auch hier +7. Heftig!

Schild: (Spirit Block, 6 Shifts), Schildartige Blase, Rüstung oder Block, setzt Hut voraus Gucken wir uns die Defensive an: Ich brauche ein Schild. Mit defensiver Spiritmagie ist Iago nicht so gut wie mit offensiver Feuermagie. (Ein MinMaxer hätte wohl ein Feuerschild gebaut, aber das finde ich irgendwie… albern.) Also wieder +5 plus 1 Bonus aus dem ersten Refinement und einen aus dem Hut. OW136 entnehme ich, dass ich noch nicht festlegen muss, ob ich mit dem Schild einen Rüstungsbonus oder Blocking-Aktion haben will. Außerdem kann ich offenbar auch noch einen Shift in die Dauer verschieben. Prima!
Unsichtbarkeit: (Spirit Block, 5 Shifts) Unsichtbarkeit, Notspruch, funktioniert daher ohne Gegenstände Unsichtbarkeit war mein Lieblingsspruch bei D&D… Ich nehme nur 5 Shifts, obwohl es vermutlich ein defensiver Spruch ist und meine Boni gelten würden. Aber ich will ihn auch dann noch sprechen können, wenn ich keine Ausrüstung mehr habe und fliehen muss. Also nehme ich nur(!) 5 shifts, obwohl der Bonus aus dem ersten Refinement auch permanent ist.
BAMM: (Feuerangriff, 7 Shifts), Feuerball auf eine Zone (Weapon:5), Setzt Blasting Rod voraus. Last but not least: Man ist erst ein Magier, wenn man einen Feuerball machen kann. Ich weiß nicht, ob ein Rote-Spell so veränderbar ist, dass man damit sowohl einen also auch eine Vielzahl von Gegnern angreifen kann. Wenn ja, kann ich hier immer noch ein anderes Element wählen. So macht der Angriff einen Waffe:5 Schaden gegen alle Opfer in einer Zone. Elminster wäre stolz auf mich…
Fate 3

Fate-Punkte

Jede Spielerfigur beginnt ihr erstes Spielszenario mit einer Anzahl von Fate-Punkten, die der Anzahl ihrer Aspekte entspricht, normalerweise Zehn. Fate-Punkte ermöglichen es dem Spieler, in gewissem Maß Kontrolle im Spiel zu erlangen – entweder in dem sie Boni auf Würfelproben gewähren oder es erlauben, keinen kleinen Teil der Geschichte zu erzählen. Fate-Punkte werden am besten durch eine entsprechende Anzahl nichtessbarer Markersteine – Pokerchips oder Glassteine – verwaltet (Versuche mit kleinen Süßigkeiten führten dazu, dass die Spieler kaum Punkte zur Verfügung hatten!).

Spielerfiguren dürfen Fate-Punkte jederzeit einsetzen, um einen Würfelbonus zu erhalten, einen Aspekt aufzurufen, einen Aspekt auszulösen, etwas zu „behaupten“ oder einen Stunt auszulösen.

Einen Bonus erhalten

Ein Fate-Punkt kann ausgegeben werden, um einen Bonus von +1 auf eine Würfelprobe zu erhalten bzw. das Würfelergebnis um eine Stufe (wie z. B. das Ergebnis von Angriffs- oder Abwehrmanövern) zu verbessern. Dies ist allerdings die am wenigsten effiziente Art, einen Fate-Punkt zu verbrauchen. In der Regel bist Du besser beraten, wenn Du eine der anderen Einsatzmöglichkeiten auswählst (viele Spielrunden verzichten ganz auf diese Einsatzmöglichkeit, wenn sich alle Mitspieler an das Spielen mit Aspekten gewöhnt haben).

Einen Aspekt aufrufen

Aspekte sind die Attribute, die die Spielerfigur und ihren Platz in der Geschichte wirklich beschreiben. Wenn die Spielerfigur einen Aspekt hat, der zur der aktuellen Situation passt, kann er aufgerufen werden, um einen Bonus zu erhalten. Nachdem du gewürfelt hat, kannst du einen deiner Aspekte aussuchen und beschreiben, wie dieser Aspekt zur vorliegenden Situation passt. Wenn die Spielleitung zustimmt, dass der Aspekt passt, kannst du einen Fate-Punkt ausgeben um einen der beiden Vorteile zu erhalten

  1. Alle Würfel neu werfen und das neue Ergebnis verwenden oder
  2. Zwei auf das Gesamtergebnis aufaddieren (nachdem etwaige Würfe wiederholt wurden).

Wenn Du mehrere passende Aspekte zur Verfügung hast, kannst du dies auch mehrfach machen. Allerdings kannst Du nicht denselben Aspekt für einen einzelnen Fertigkeitswurf mehrfach einsetzen. Ein Aspekt kann aber sehr wohl mehrmals in ein und derselben Situation mehrfach eingesetzt werden, wenn er zwei oder mehrere verschiedene Fertigkeiten bzw. Fertigkeitswürfe beeinflussen soll. Jeder Einsatz eines Aspektes kostet einen Fate-Punkt.

Einen Aspekt auslösen

Szenen, andere Spielerfiguren, Orte und andere Dinge von dramatischer Bedeutung können ebenfalls Aspekte besitzen. Manchmal sind sie offensichtlich, manchmal nicht. Spieler können Fate-Punkte ausgeben, um solche Aspekte, die nicht zu ihrer Spielerfigur gehören, zur Wirkung zu bringen, wenn sie von dem Aspekt wissen. Der Vorgang heißt „einen Aspekt auslösen“. Wie dies vor sich geht, wird im Kapitel über Aspekte (Seite xxx) näher erläutert.

Als Faustregel kannst Du Dir merken, dass das Auslösen eines „fremden“ Aspektes eine etwas ausführlichere oder bessere Rechtfertigung voraussetzt als das Aufrufen eines Aspektes der eigenen Spielerfigur. Bei Aspekten, die aus einer Szene entstehen, sollte besonders auf den visuellen oder thematischen Hintergrund, den der Aspekt vorgibt, eingegangen werden. Um Aspekte von gegnerischen Spielerfiguren auslösen zu können, muss der Spieler von ihnen wissen und auf sie hinspielen.

<Beispiele>

Einen Stunt aktivieren

Einige Stunts haben sehr mächtige Wirkungen und es bedarf daher eines Fate-Punktes, um sie zu benutzen. Wenn ein Stunt dies vorsieht, steht dies ausdrücklich in der Beschreibung des Stunts. Näheres im Abschnitt „Stunts“ auf Seite xxx.

Etwas „behaupten“

Du kannst einfach einen Fate-Punkt ausgeben und dann etwas „behaupten“, was in der aktuellen Situation vorkommen soll. Wenn die Spielleitung die Behauptung akzeptiert, wird diese wahr. Damit haben die Spieler die Möglichkeit, kleinere Teile der Geschichte selbst zu gestalten, was in vielen anderen Rollenspielsystemen nur die Spielleitung kann.

Das Behaupten eines Ereignisses soll nicht dazu führen, dass der Ablauf eines Abenteuerszenarios erheblich verändert oder eine Szene „gewonnen“ wird. Behaupten, dass „Doctor Herborn fällt wegen eines Herzschlags tot um“ wird nicht nur mit hoher Wahrscheinlichkeit von der Spielleitung zurückgewiesen, sie macht auch keinen Spaß. „Behaupten“ ist vor allem dann nützlich, kleinere Zufälle in die Handlung einzuweben. Benötigt die Spielerfigur ein Feuerzeug, ist aber Nichtraucher? Gib einen Fate-Punkt aus, und Du hast eins! Passiert da drüben etwas Interessantes, das Deine Spielerfigur im Begriff ist zu verpassen? Gib einen Fate-Punkt aus und behaupte, dass du genau zum Höhepunkt der Szene eintriffst!

Die Spielleitung hat ein Vetorecht gegen jede Behauptung, aber sie hat auch ein kleines schmutziges Geheimnis: Wenn du etwas behauptest, was das Spiel für alle cooler macht, wird sie viel mehr durchgehen lassen, als wenn du etwas langweiliges oder gar egoistisches behauptest.

Als generelle Regel gilt: Behauptungen, die in Zusammenhang mit einem Aspekt der Spielerfigur stehen, sollten von der Spielleitung großzügiger behandelt werden als andere. Zum Beispiel wird eine Spielleitung das „behauptete“ überraschende Vorhandensein von Waffen nach einer Durchsuchung in der Regel zurückweisen. Anders aber ist die Sache, wenn die Spielerfigur den Aspekt „Immer gut bewaffnet“ vorweisen kann. Oder die Spielerfigur kann überzeugend darlegen, dass ihr Aspekt „Ablenkende Schönheit“ die Durchsuchung der Wache auf eher unpassende Regionen konzentriert hat. Insoweit handelt es sich um bei einer Behauptung um das Aufrufen eines Aspektes, aber ohne eine vorweg gegangene Würfelprobe.

Rückgewinnung von Fate-Punkten

Normalerweise erhalten die Spieler ihre Fate-Punkte zurück, wenn zwischen zwei Spielabenden eine Erholungsphase im Handlungsablauf eintritt. Wenn die Spielleitung den Abend bewusst an einer spannenden Stelle beendet (sog. „Cliffhanger“), kann die Rückgewinnung von Fate-Punkten zwischen zwei Abenden natürlich verweigert werden. Umgekehrt kann längere Erholungsphase innerhalb der Spielhandlung dazu führen, dass die Fate-Punkte inmitten eines Spielabends zurückgewonnen werden.

Die maximale Anzahl, die eine Spielerfigur an Fate-Punkten in einer solchen Erholungsphase zurückgewinnen kann, entspricht üblicherweise der Anzahl ihrer Aspekte (sog. Erholungswert). Wenn eine Rückgewinnung stattfindet, wird die Zahl der Fate-Punkte eines Spielers auf diese Anzahl erhöht. Wenn sie bereits mehr Fate-Punkte haben, bleibt deren Anzahl unverändert.

<Beispiel>

Fate-Punkte verdienen

Spieler erhalten Fate-Punkte, wenn einer ihrer Aspekte ihnen Schwierigkeiten bereitet. Wenn das passiert, spricht man davon, dass der Aspekt die Spielerfigur zwingt (compel), im Sinn des Aspekts zu handeln. Wenn der Spieler in einer Situation ist, in der ein Aspekt ihn zu einer problematischen Handlung zwingt, sollte die Spielleitung dem Spieler anbieten: Entweder gibt der Spieler einen Fate-Punkt aus, um den Aspekt zu ignorieren, oder er akzeptiert die nachteilige Wirkung des Aspekts und erhält einen Fate-Punkt hinzu. Manchmal kann die Spielleitung dem Spieler auch einfach so einen Fate-Punkt ohne Erklärung geben und damit andeuten, dass ein Aspekt in der nächsten Situation ein Problem darstellen wird. Natürlich kann der Spieler mit einem eigenen Fate-Punkt diese Komplikation vermeiden, aber das ist keine gute Idee, da die Spielleitung andere Komplikationen einsetzen wird, die nichts mehr mit dir zu tun haben.

<Beispiel>

Das Erzwingen von Aspekten geht nicht nur von der Spielleitung aus. Auch der Spieler kann entweder erklären, dass einer seiner Aspekte die Dinge verkomplizieren könnte, oder indem er im Sinne seiner Aspekte spielt und hinterher darauf hinweist, dass er sich ja schon so verhält, als habe es die Spielleitung erzwungen. Die Spielleitung muss dem nicht immer zustimmen, es ist aber wichtig, die Spieler teilhaben zu lassen. Siehe dazu das Kapitel über Aspekte, beginnend auf Seite xxx für eine genauere Beschreibung des Erzwingens von Aspekten.