April 2017

Fate-Sudoku #2

Wir präsentieren: Fate-Sudoku.
Prinzipiell funktioniert es wie gewöhnliches Sudoku, nur dass es anstelle der Zahlen 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 und 9 die Zahlen -4, -3, -2, -1, 0, +1, +2, +3 und +4 verwendet.

Es gibt aber eine kleine Erschwernis: Alle Zahlen außer -4 und +4 können mit den Fate-Würfeln auf unterschiedliche Weise dargestellt werden. Und werden es auch. So mag eine +2 in einem Feld als +00+ geschrieben sein und in einem anderen als -+++. Für das Rätsel zählen sie aber beide als +2. Achtet also auf nur scheinbare Unterschiede.

Das Fate-Team-Interview: Robert Rydlo

Die Fate-Redaktion stellt sich zum selbstgeführten Interview.
Heute: Robert Rydlo

Was machst du in der Fate-Redaktion?

Lektorat, ein wenig Übersetzung, vielleicht demnächst mal Redaktion für ein Buch

Wie kamst du zum Rollenspiel?

Nachdem ich 1990 mit Begeisterung das Computer Rollenspiel “Eye Of The Beholder” gespielt habe, stellte ich fest, dass es auf einem Spiel genannt AD&D beruht. Ich bin dann 350km mit dem Zug nach Wien zum einzigen Rollenspielladen im Land gefahren und habe mir die Bücher und die Forgotten Realms Kampagnenbox geholt.  Der Rest ist, wie man so schön sagt, Geschichte….

Was war dein erster Kontakt mit Fate?

Ich war auf der Suche nach einem leichtgewichtigen Universalsystem das meiner Art zu Spielleiten entgegen kam.

Nenne zwei ein paar deiner Aspekte?

  • Geschichtenerzähler
  • Es gibt zu viele interessante Dinge als dass man sich nur mit einem abgeben sollte
  • Try everything twice

Bei welchem Rollenspiel denkst du: „Tolles Setting, aber ich würde es mit Fate spielen.“

Gibt es ein System oder eine Welt, die du unbedingt einmal probieren willst?

Bist du lieber Spieler oder Spielleiter?

60% Spielleiter, 40% Spieler

Hast du neben Fate noch weitere Projekte am Laufen?

Nö, dafür habe ich mit meinen anderen Hobbies zu viel zu tun.

Welche Fate-Spiele sind deine Lieblingsspiele

Was machst du wenn du nicht Rollenspiele spielst?

Meine Frau und die Katze verwöhnen, Brettspiele zocken, Miniaturen bemalen, Fotografieren, Modellfliegen und BBQ

 

Fate Core 2. Auflage ab sofort im Versand

Wie wir bereits berichtete ist Fate Core ausverkauft gewesen. Es wurde also Zeit, eine zweite Auflage ins Rennen zu schicken, und das obwohl Fate Core erst 2015 erschein und keine für Rollenspiel übliche kleine Auflagen spendiert bekommen hat. Das bedeutet, dass zum einen Fate Core von Euch geschätzt wird und zum anderen unsere Arbeit als deutsche Redaktion nicht die schlechteste ist. Da wir aber stetig bemüht sind, gute Übersetzunge mit gutem Lektorat und ordentlichem Satz sowie den ein oder anderen Zusatzinhalt zu realisieren, schickten wir den Buchblock erneut ins Lektorat und bearbeiten diesen für die zweite Auflage.
Die 2. Auflage ist ab heute wieder erhältlich.

Natürlich wurde auch der Download des Regelwerks entsprechend aktualisiert.

Was ändert sich:

  • Der Buchblock hat ein weiteres Gesamtlektorat erhalten. Das bedeutet, es wurden Fehler korrigiert und Seitenverweise berichtigt.
  • Aspekte wurden neu formatiert basierend auf unserem nun für alle Produkte gültigen Styleguide.
  • Kapitelseiten wurden neu gestaltet.
  • Das Inhaltsverzeichnis wurde um eine Ebene erweitert, um die Zugänglichkeit des Buches zu erhöhen.
    Das Impressum hingegen wurde auf eine Seite gesetzt, um Platz für das neue Inhaltsverzeichnis zu schaffen und dabei die nachfolgenden Seiten nicht zu verschieben, damit die Seitenverweise aus anderen Produkten, Foren Rezensionen, Blogs etc. erhalten bleiben.
    Weitere Zusätze wurden ab Seite 300 eingearbeitet.
  • Der Spickzettel wurde erweitert.
  • Der Anhang wurde ergänzt um:
    • eine Übersicht der 4 Aktionen, 4 Ergebnisse
    • eine Tabelle mit der Wahrscheinlichkeitsverteilung zweier widerstreitender Würfe
    • eine Tabelle mit der Wahrscheinlichkeitsverteilung eines Wurfs
    • eine Übersicht mit Optionen beim Erreichen von Meilensteinen
    • eine Tabelle, die zeigt was Fate Core von Turbo Fate unterscheidet
    • eine Überblick der Fate-Versionen
    • eine Zusammenfassung der Fate-Lizenz

Das Fate-Team-Interview: Alexander Klein / Papa Rabe

Die Fate-Redaktion stellt sich zum selbstgeführten Interview.
Heute: Alexander Klein / Papa Rabe

Was machst du in der Fate-Redaktion?

Übersetzer (u.a. Nest, Eagle Eyes) und Quasselstrippe beim Fate-Cast

Wie kamst du zum Rollenspiel?

Der Kumpel meines Bruders wollte DSA ausprobieren und die Gruppe brauchte noch einen Spieler. Also wurde ich als neugieriger kleiner Bruder gleich mit eingepackt. Damals verschlang ich gerade die Drachenlanze-Romane, weshalb mein erster Charakter ein Zwerg namens Flint wurde. Das erste Abenteuer ist mir heute noch in Erinnerung geblieben und die Runde traf sich in dieser Form nie wieder. Aber vor allem der Kumpel und ich blieben beim Hobby hängen.

Was war dein erster Kontakt mit Fate?

Vor einigen Jahren bastelte ich an einem eigenen System, bei dem ich einiges anders machen wollte. Nach der ersten Ideenfindung ging’s an die Recherche und zu meiner Freude musste ich feststellen, dass ich mit den meisten Ideen nix neues am Start hatte und mir dementsprechend die ganze Arbeit sparen konnte. Das war damals Fate 2 und ich war sofort angefixt. Bis zum ersten Spiel sollte es aber leider noch ein paar Jahre dauern.

Nenne zwei deiner Aspekte?

  • „Ich bin der Übersetzer, der die Nacht durchklappert!“
  • „Das wäre auch ein interessantes Projekt!“

Bei welchem Rollenspiel denkst du: „Tolles Setting, aber ich würde es mit Fate spielen.“

Gibt es ein System oder eine Welt, die du unbedingt einmal probieren willst?

Ich würde sehr gerne mal ein Superheldensetting vor allem im Stil von X-Men ausprobieren.

Bist du lieber Spieler oder Spielleitung?

Eigentlich lieber Spieler, nur habe ich bei Fate keinen, der es leitet. Aber meine Kinder haben schon angekündigt, dass Sie das auch mal machen zu wollen, weshalb ich gerade an einem passenden Projekt arbeite. 😉

Hast du neben Fate noch weitere Projekte am Laufen?

Einige, die derzeit leider auf Eis liegen. Unter anderem ein Webcomic, eine eigene kleine Welt, eine Kinder-Hörbuchreihe, Blogartikel übers Basteln, Escape-Games und Hörbücher/-spiele etc.

Welche Fate-Spiele sind deine Lieblingsspiele

Was machst du, wenn du nicht Rollenspiele spielst?

Ganz vorne steht mal, Familienvater sein. Das nimmt derzeit noch einen Großteil meiner Freizeit in Anspruch, wird aber zum Glück immer mehr mit Sachen wie Rollenspiele kombiniert. Daneben noch zeichnen, basteln, Escape-Games besuchen und Sachen ausdenken.

 

Das Fate-Team-Interview: André Pönitz

Die Fate-Redaktion stellt sich zum selbstgeführten Interview.
Heute: André Pönitz

Was machst du in der Fate-Redaktion?

Den FateCast, die Regeln für Engel und Seelenfänger, meine eigene Spielwelt Opus Magnum, ein wenig Übersetzung, Lektorat und Redaktion sowie eine Menge Fahnenkorrektorat … Praktisch bin ich also das Mädchen für alles!

Wie kamst du zum Rollenspiel?

Das war das D&D 3.0 Starter Set mit Freunden – Wir haben pubertiert und auch entsprechend gespielt. War toll!

Was war dein erster Kontakt mit Fate?

Alles vor dem Fate-Core-Kickstarter ist mystische Vergangenheit.

Nenne zwei deiner Aspekte!

  • Fate ist nur das aufdringlichste Pferd in meinem Stall
  • „Hm, reizt mich jetzt nicht unbedingt.“
  • Konzeptmensch
    (Ich habe genau gesehen, dass ich nicht der einzige bin, der drei Aspekte genommen hat …!)

Bei welchem Rollenspiel denkst du: „Tolles Setting, aber ich würde es mit Fate spielen.“

Gibt es ein System oder eine Welt, die du unbedingt einmal probieren willst?

Immer wieder mal, bis ich es dann einfach probiere. =P

Bist du lieber Spieler oder Spielleitung?

Mal das, mal das, gern mit etwas Abwechslung.

Hast du neben Fate noch weitere Projekte am Laufen?

Ich arbeite immer irgendwie an meinem eigenen Rollenspiel Los Muertos, an Splittermond und Ratten! sowie an dem einen oder anderen unangekündigten Ding hier und dort.

Welche Fate-Spiele sind deine Lieblingsspiele?

Was machst du, wenn du nicht Rollenspiele spielst?

Andere Medien verschlingen, Schreiben, in Foren herumlurken und reisen. Und manchmal bin ich auch noch Lehrer, wie gefühlt jeder zweite Mensch in der Rollenspielbranche.

 

200-Wörter-transmogrifizirungs-Turbo-Fate

Via: https://plus.google.com/+StefanMatthiasAust/posts/EpZuztJtApa
Meine 200-Wörter-Version von Turbo-Fate. Wie üblich transmogrifiziert, denn ich habe Methoden kurzerhand durch klassische Attribute ersetzt und die 4dF durch W4-W4 (damit man keine „funky dice“ braucht).
Die Wahrscheinlichkeitsverteilung ist fast identisch, allerdings liegt der Wertebereich bei −3 bis +3, daher habe auf +3 bei einem Attribut verzichtet und den vollen Erfolg einfacher gemacht.
Ich bin jetzt nicht so der Fate-Experte, daher habe ich vielleicht nicht den für’s Spielen relevanten Kern getroffen. Ggf. schreibt einfach wieder jemand „Neh“ 🙂
Es macht aber dem „terse man“ in mir zu viel Spaß, die Informationsmenge zu maximieren, als das ich aufhören würde.
Ein Beispiel ist der Schere zum Opfer gefallen:
Miller (Stärke +1, Geschicklichkeit 0, Verstand +1, Persönlichkeit +2) ist hartgesottener Detektiv den die Mafia auf dem Kieker hat. Er steht immer wieder auf. Er hat beste Kontakte in seinem Viertel und ist ein geübter Boxer.
Und beim Schaden hätte ich echt gerne noch einen Satz zum Aufgeben und Ausgeschaltetsein geschrieben. Passte nicht mehr. Stunts fand ich wichtiger.
–8<–
Beantworte: Was macht deine Figur aus? Welches Problem hat sie? Was macht sie besonders? Deine Aspekte.
Verteile: +2, +1, +1, 0 auf Stärke, Geschicklichkeit, Verstand, Persönlichkeit. Deine Attribute.
Erfinde zwei Probensituationen, wo du +2 bekommst. Deine Stunts.
Würfle 1W4 für Fate-Punkte. Bezahle Punkte um Aspekte zu nutzen. Bekomme Punkte, wenn Spielleiter eigene Aspekte gegen dich einsetzt.
Würfle mit W4 minus W4 plus Attribut. Pro benutztem Aspekt +2. Hilfe gibt +1. Bezahle Fate-Punkt, um Wurf zu wiederholen. Spielleiter definiert Probenschwierigkeit als einfach +0, normal +2, schwer +4, extrem +6. Misserfolg → Ergebnis <= Schwierigkeit. (Voller) Erfolg → Ergebnis >= Schwierigkeit (+2).
Aktionen (höchstes Attribut beginnt):
– Aspekt erschaffen/entdecken: Misserfolg → Wahlweise klappt nicht, klappt und Gegner hat eine kostenlose Aspekteinsatzmöglichkeit. (Voller) Erfolg → Klappt und eine (zwei) kostenlose Aspekteinsatzmöglichkeiten. Aspekte definieren Spielweltfakten; können momentan, pro Szene, dauerhaft gelten.
– Hindernis überwinden. Misserfolg → Wahlweise gescheitert, Erfolg mit großem Haken. Erfolg → Klappt, wahlweise Aspekt entfernen. Voller Erfolg → Zusätzlich Schub, also +2 auf nächste Probe.
– Angreifen. Misserfolg → Kein Schaden. (Voller) Erfolg → 1W4 (4) Schaden.
– Verteidigen. Misserfolg → Schaden gemäß Angriff. Erfolg → Kein Schaden. Voller Erfolg → Zusätzlich Schub.
Stress (6 Punkte):
Schaden reduziert Stress. Leichte Konsequenz (gilt bis Szenenende) reduziert 2, schwere Konsequenz (gilt länger) reduziert 4. Gegner kann Konsequenzen als Aspekt nutzen.

Das Fate-Team-Interview: Friederike/Niniane

Die Fate-Redaktion stellt sich zum selbstgeführten Interview.
Heute: Friederike/Niniane

Was machst du in der Fate-Redaktion?

Ich bin die mit der Musik im FateCast, ich übersetze, lektoriere und nitpicke.

Wie kamst du zum Rollenspiel?

Ich wusste immer, dass es das gibt, aber so richtig angefangen hab ich “erst” 2002 (was jetzt auch schon 15 Jahre sind…). Ein Kommilitone hat eine AD&D-Runde gegründet und mein damaliger Freund fragte, ob ich nicht mitspielen wollte, weil ich ja schon immer Rollenspiel ausprobieren wollte. Freund und Runde sind lange Geschichte, ich bin immer noch dabei.

Was war dein erster Kontakt mit Fate?

SL: “Es gibt da dieses neue Spiel, wo der Charakter nicht bloß Punkte auf irgendwas hat, sondern wo auch die Hintergrundgeschichte wichtig ist, wie in den Indie-Erzählspielen!”

Ich: “Klingt wie ein Spiel für mich, wie heißt das?”

SL: “Starblazer Adventures, das System ist Fate.”

And this is where the story began.

Nenne zwei deiner Aspekte?

  • Lost in translation
  • Music was my first love
  • Improvisations-Eichhörnchen

Bei welchem Rollenspiel denkst du: „Tolles Setting, aber ich würde es mit Fate spielen.“

Gibt es ein System oder eine Welt, die du unbedingt einmal probieren willst?

Probiert habe ich es zwar schon, aber ich würde meine Erfahrungen da gerne ausbauen: Degenesis und die New World of Darkness, respektive Vampire:the Requiem.

Bist du lieber Spieler oder Spielleitung?

Beides. Ich mag es, mir Plots und Plottwists auszudenken, zu planen und meinen Spielern dabei zuzusehen, wie sie mir auf die Schliche kommen. Auf der anderen Seite bin ich aber auch gerne Spieler.

Hast du neben Fate noch weitere Projekte am Laufen?

Laufen kann man das nicht nennen im Moment, aber ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben, nochmal eine Anduin zu veröffentlichen. Außerdem habe ich einen Blog, der schon länger brachliegt.

Welche Fate-Spiele sind deine Lieblingsspiele?

  • Obwohl ich viele Fate-Spiele ausprobiert habe, kann ich echt nicht sagen, dass ich einen Favoriten habe. Ich mag aber Fate Core als Regeln lieber als die anderen Varianten.

Was machst du, wenn du nicht Rollenspiele spielst?

Anleitungen schreiben und layouten und damit Geld verdienen, versuchen, einen Roman zu schreiben, Ehefrau und Familienmensch sein und last, but not least: Musik in allen Facetten genießen. Ohne Musik wäre mein Leben sehr sehr langweilig.

Eagle Eyes #16: Mysterienkulte in Eagle Eyes

In Eagle Eyes – In den Schatten Roms verkörpern die Spieler Mitglieder einer Geheimgesellschaft. Mit dieser Geheimniskrämerei sind sie in der Antike nicht allein, auch wenn die meisten anderen Zusammenschlüsse mehr einem spirituellen Zweck dienten. In diesem Artikel wollen wir uns dementsprechend Mysterienkulte genauer anschauen und aufzeigen, wie sie Aufhänger für ein Abenteuer sein könnten.

Allgemeines zu den Mysterienkulten
Viele Römer jener Zeit hatten ein Problem: Der übliche Ahnenkult, anhand dessen sie ihre Abstammung bis zu den Göttern zurückverfolgten, reichte nicht länger aus, um die wichtigen Fragen nach dem Leben, dem Tod und dem, was danach kommt, zu beantworten. Diese spirituelle Sinnkrise linderten die Mysterienkulte, in denen Götter angebetet wurden, die den Menschen näher zu stehen schienen. Etwa, weil sie einst Menschen waren und dann den Status eines Gottes erlangten oder als solcher wiedergeboren wurden.

In diesem Streben war es nicht länger von Bedeutung, woher diese Götter ursprünglich stammten. Es konnten auch Götter aus anderen Ländern sein, darunter z. B. Isis und Osiris aus Ägypten oder der griechische Gott Dionysos. Diese wurden dann entweder direkt so angebetet oder mit bereits bestehenden Göttern verbunden. Oft waren es Legionäre, welche einen Großteil der bekannten Welt bereist hatten, die diese Kulte nach Rom und darüber hinaus in den Rest des römischen Reichs brachten.

 

Aber ist das auch historisch korrekt?

Jetzt liegen Kulte wie der des Liber Pater, der Mithraskult oder der Kybele- und Attiskult meistens vor allem zeitlich, aber auch – wie im Falle der samothrakischen Mysterien – örtlich außerhalb dessen, was Eagle Eyes – In den Schatten Roms im Kern abbildet. Wie aber sowohl im Settingband, als auch an anderer Stelle in dieser Artikelreihe erwähnt, sollte man sich davon nicht abhalten lassen. Vor allem, da die Kulte in diesem Punkt einen enormen Vorteil bieten.

Ihr ganzer Sinn und Zweck fußt per se auf Geheimniskrämerei, weshalb die Spielleitung ohne schlechtes Gewissen sie eben dort auf eine Weise ins Spiel einbauen kann, wo und wie es der Geschichte am zuträglichsten ist. Und wenn der Kult eigentlich erst 200 Jahre später in Erscheinung trat? Nun, dann waren sie davor einfach deutlich besser darin, ihre Rituale im Geheimen abzuhalten.

 

Warum Mysterienkulte in Eagle Eyes?

Mysterienkulte sind sehr häufig elitäre Gruppierungen, die den meisten ihrer Anhänger eine Ablenkung und eine spirituelle Selbsterfüllung bieten. Ihre Traditionen, Regeln und Riten sind zwar geheim, doch stellen sie für den normalen Lauf der Republik keine Gefahr dar. Ganz im Gegenteil geben sie den Römern etwas zu tun. Viele Mysterienkulte waren auch in der Öffentlichkeit präsent und zogen beispielsweise zu Festtagen durch die Straßen. Nur die großen Geheimnisse wurden hinter verschlossenen Türen praktiziert. Somit dürften die meisten Kulte für die Belange der Adler in Eagle Eyes – In den Schatten Roms irrelevant sein.

Was aber, wenn ein Kultführer darunter ist, der weltliche Ziele verfolgt und diese Göttergläubigkeit geschickt für eben diese Ziele zu lenken versteht? Oder wenn die spirituellen Lehren eine andere Gesellschaft als die römische Republik oder die römische Lebensweise fordern? Auch wenn den Kultmitgliedern die menschliche Abstammung ihres Anbetungsziels wichtig ist, so sind sie dennoch von dessen Göttlichkeit überzeugt und erkennen seine Macht an.

Wenn dieser Gott nun von ihnen Taten verlangt, durch die sie seinem Vorbild folgen, werden diese Taten auch so vollbracht. Fanatische Anhänger können sowohl der römischen Republik im Allgemeinen als auch den Adlern im Speziellen besonders gefährlich werden. Ein gutes Beispiel für die Gefährlichkeit fanatischer Glaubengruppen, stellten im Mittelalter die Haschaschinen (Assassinen) dar.

Man stelle sich eine Senatorensitzung vor, bei der plötzlich ein Senator aufspringt, „Osiris verlangt nach dir“ brüllt und einen anderen Senator niedersticht. In einem Fest verfallen mehrere Frauen plötzlich in Raserei und greifen willkürlich Personen an. Verschiedene einflussreiche Personen werden tot in ihren Häusern aufgefunden. Verschleiert auf einem Stuhl sitzend und mit einem Kranz aus Mohn auf dem Haupt. Jedes für sich könnte ein Aufhänger für ein Abenteuer sein, bei dem ein Kult seine Finger im Spiel hat.

Mysterienkult am Beispiel Dionysos

Wer sich ein bisschen die Beschreibungen über die Götter in einem Lexikon oder den jeweiligen Wikipedia-Einträgen durchliest, findet schnell Fakten, die sich mit ein wenig Einsatz zu interessanten Ausgangspunkten für Fanatiker umschreiben lassen. In diesem Sinne schauen wir uns doch einfach mal Dionysos an.

Dieser griechische Gott, bei den Römern später unter dem Namen Bacchus bekannt, besaß eine besondere Anziehungskraft. Vorrangig als Gott des Weines und der Fruchtbarkeit bekannt, zählte er aber auch den Wahnsinn und die Ekstase zu seinen Fachgebieten. Zudem wurde er mit der Unterwelt in Verbindung gebracht, aus der er in regelmäßigen Abständen empor- und wieder hinabstieg und damit zu einem sterbenden und wieder auferstehenden Gott wurde. In den gängigsten Überlieferungen hatte der Sohn von Zeus zudem eine sterbliche Mutter, Semele genannt.

Etwa 200 v. Chr. kam der Kult in Italien an und wurde bereits 186 v. Chr. verboten, was ihn aber lediglich in den Untergrund vertrieb. Ihm wurden verschiedene Verbrechen, vor allem sexuelle Misshandlungen und Mord, vorgeworfen. Ob das tatsächlich der Fall war oder ob es anderweitige Gründe hatte, ist nicht bekannt. Für Eagle Eyes – In den Schatten Roms wäre es natürlich interessanter, wenn die Anschuldigungen gegenüber dem Kult tatsächlich wahr wären oder sich gar noch weiter ausbreiteten. Welche namhaften Personen waren vielleicht Teil des Kultes? Wer waren die Mordopfer und welchem Zweck dienten die Morde?

Aber noch einmal zurück zum Kult an sich. Grundsätzlich soll Sex eine große Rolle im Kult gespielt haben und die Aufnahmeriten sollen besonders furchteinflößend gewesen sein. Waren die unter Tags gefeierten Feste vor allem fröhliche Feiern, konnte es nämlich in der Nacht schon deutlich rauer zugehen. Von Orgien bis hin zu rituellen Opferungen, bei denen Tiere und wohl sogar Menschen mit bloßen Händen zerrissen wurden, war die Rede. Diese Opferungen, Sparagmos genannt, sollen vor allem von den Mänaden, weiblichen Kultanhängerinnen, ausgeführt worden sein, die in eine Berserkerwut verfielen.

Dieser Kult bietet für jeden Geschmack etwas, wenn es um Mysterienkulte in Fate Noir geht: Blut, Sex und Alkohol. Frei nach Nietzsche stellt sich die Frage, wie tief die Adler in den Kult blicken können, bevor dieser in sie blickt? Früher oder später werden die Adler die reine Beobachterrolle aufgeben müssen, um in die inneren Kreise vorzudringen, und dann werden sie zwangsläufig mit den Riten und Festlichkeiten in Berührung kommen. Können sie den dargebotenen Reizen widerstehen? Können sie es sich überhaupt leisten, diesen aus dem Weg zu gehen, ohne ihre Tarnung aufzugeben? Oder versinken sie Stück für Stück im Strudel des Dionysos? Was ist schon ein Schluck Wein oder ein flüchtiger Kuss. Doch die Satyrn und Nymphen kennen viele Wege, den Leib und den Geist zu berauschen, und wer weiß, was in den großen Feuerschalen alles verbrannt wird.

Bauen wir uns einen Kult

Das obige Beispiel ist ein guter Ansatz für den narrativen Teil. Wir kennen den Gott, um den es geht, und seine Zuständigkeitsbereiche im Pantheon. Auch kennen wir Punkte, die für die Anhänger interessant sind. Wir können außerdem davon ausgehen, dass für viele neben den spirituellen Ansätzen auch die körperlichen Sinneserfahrungen ein ausschlaggebendes Argument sind, sich dem Mysteriumskult anzuschließen.

Fassen wir das also noch einmal in ein paar Fragen zusammen: Welcher Gott/welche Götter wird/werden im Kult verehrt? Was sind die Hauptargumente, die für eine Teilnahme am Kult sprechen? Was versprechen sich die Kultanhänger? Wie offen agiert der Kult? Wie ist das öffentliche Ansehen des Kultes, wie sein rechtlicher Stand?
Ihr müsst kein umfassendes Geschichtsstudium dafür absolviert haben. Haltet den Kult grundsätzlich einfach, denn komplizierter wird er normalerweise von selbst. Sowohl Enzyklopädien als auch Wikipedia bieten genug Informationen. Es geht den Adlern auch nicht um die religiösen Tiefen des Kultes. Dieser ganze Aufbau dient rein der Stimmung und erster Ansätze, wie sich der Kult in die Geschichte einbauen lässt. Wichtiger ist der Intrigen-Unterbau, zu dem wir Euch im Folgenden ein paar Denkansätze bieten möchten.

Wählt einen Hauptdrahtzieher und dessen Pläne. Welche Ziele verfolgt er und wozu braucht er den Kult? Stellt ihm vielleicht noch ein oder zwei benannte Personen zur Seite, die dieses Ziel mittragen. Der Rest des Kultes sind namenlose Anhänger.

Wie weit stimmen die wahren Ziele des Kultführers mit den vermeintlichen des Kultes überein? Sind sich die Kultanhänger dieser Ziele bewusst und falls nein, was würde geschehen, wenn sie davon erführen? Sind die Anhänger lediglich eine Ablenkung, Mittel zum Zweck oder (willentliche) Werkzeuge des Anführers? Verschaffen sie dem Kultführer vielleicht Zugang zu Bereichen oder Optionen, die er ansonsten nicht hätte?

Des Weiteren ist natürlich noch interessant, wie weit der Kult verbreitet ist, welche „Macht“ er besitzt (wie wohlhabend und einflussreich er ist) und wie fanatisch seine Anhänger sind. Welche Mittel setzt der Kult ein, um seine Ziele zu erreichen und wie weit konnten diese Ziele vielleicht schon erreicht werden?

Wenn es dann für die Adler an die Arbeit geht, ist es natürlich noch interessant, wie offen der Kult agiert und wie gut er seine Geheimnisse auch geheim halten kann. Ist es den Adlern grundsätzlich möglich, von außen zu agieren und trotzdem wichtige Informationen zu erlangen oder müssen sie den Kult infiltrieren? Wenn sie von außen nichts erreichen können, welche Möglichkeiten haben die Adler dann? Können sie in die Kultstätten gelangen oder die Versammlungen belauschen? Wenn ja, wo sind diese und wie sind die Sicherheitsmaßnahmen? Was, wenn die Adler den Kult von innen heraus ausspionieren möchten? Wie kann der Kult kontaktiert werden? Ist er offen aktiv oder nur eine eingeschworene Gemeinschaft ohne Präsenz in der Öffentlichkeit? Kann jeder um eine Aufnahme bitten oder herrscht ein strenges Auswahlverfahren, bei dem es vielleicht sogar einen oder mehrere Fürsprecher innerhalb des Kultes bedarf?

Was sind die Aufnahmeriten und wie lange dauern sie? Müssen bestimmte Aufgaben erfüllt oder Prüfungen bestanden werden? In wie weit stellt der Kult Nachforschungen zum neuen Anwärter an?

Ihr müsst das keinesfalls alles bis ins kleinste Detail ausarbeiten. Es geht hier mehr darum, ein Gefühl für euren Mysterienkult zu bekommen und dafür, welche Stimmung ihr mit ihm erzeugen wollt.

Abschließende Worte

Wie bei vielen Themen sollte die Gruppe im Vorhinein klar über die Grenzen eines jeden Spielers gesprochen haben, um unangenehme Spielmomente zu vermeiden. Das obige Beispiel zeigt, dass bei Mysterienkulten sehr schnell Themen in den Fokus rücken können, die nicht für alle geeignet sind. Seien es nun sexuelle Handlungen oder aber auch sektenartige Strukturen an sich. Eagle Eyes – In den Schatten Roms bietet als Fate Noir Setting einen guten Ausgangspunkt, auch solche Themen in Abenteuer zu packen. Sprecht aber in jedem Fall vorher darüber.

Ansonsten wünsche ich noch ein schönes Spiel und ich hoffe, ihr seid auch beim nächsten Thema wieder dabei, dann wieder ein etwas leichteres.

Der Fate Kodex erscheint

In diesem Artikel fragten wir Euch was wohl als nächstes erscheint. Es waren ein paar spannende Antworten dabei. Nur nicht die richtige. Nach der Neuauflage für Fate Core kommt der Fate Kodex. Der Fate Kodex ist ein in den USA meist monatlich erscheinendes E-Zine, in dem Schnellstart-Abenteuer und mehr für das Fate-Rollenspielsystem enthalten sind. Das Projekt wurde durch Patreon finanziert, es wächst und wird größer, weil immer mehr Förderer diese Arbeit unterstützen.
Mehr über den Fate Kodex erfährst du hier.

Eagle Eyes #14: Römische Namen

Nachdem Eagle Eyes – In den Schatten Roms jetzt offiziell im Handel ist, wollen wir uns heute einem Problem widmen, dem sich wahrscheinlich viele angehende Adler und auch NSC des Settings gegenübersehen werden: Wie heiße ich denn nun eigentlich?

Wir können und wollen an dieser Stelle keine allumfassenden Informationen über Namen im antiken Rom bieten. Die Intention dieses Artikels ist es, einen kurzen Überblick über das Thema zu geben und euch im Anschluss mit Hilfe von Würfeltabellen einen schnellen Namensgenerator zur Verfügung zu stellen. Wir konzentrieren uns an dieser Stelle rein auf römische Namen.

Auch gilt, dass wir uns auf die Zeitspanne konzentrieren, die auch Eagle Eyes – In den Schatten Roms in den Fokus stellt: das Ende der römischen Republik. Denn wie so vieles, so haben sich die Namen ebenfalls über die Zeit hinweg stark verändert. Zum anderen stellt dieser Artikel keine wissenschaftliche Abhandlung dar. Wir möchten Euch hiermit die Möglichkeit bieten, euren Charakteren einen römischen Anstrich zu verpassen. Für eine bessere Les- und Spielbarkeit wird dementsprechend einiges verallgemeinert.

Namen im Allgemeinen

Römische Bürger besaßen so einige Sonderheiten und -rechte, die sie vom Rest der Welt abheben sollten. Dazu gehörte auch der dreigeteilte Name (tria nomina), der nur ihnen zustand. Dieser setzte sich aus dem Vornamen (Praenomen), Familiennamen (Gentilnomen) und einem Zusatznamen (Cognomen) zusammen.

Der Vorname (Praenomen)

Der Vorname wurde von den Eltern ausgesucht, wobei der älteste Sohn meistens den Namen des Vaters übernahm. Zur Zeit von Eagle Eyes – In den Schatten Roms hatten sich 18 Namen besonders herausbildet (siehe Tabelle Vornamen +). Es gab noch weitere, doch diese waren deutlich seltener anzutreffen (Tabellen Vornamen 0) & Vornamen -).

In der Gesellschaft nahmen Vornamen von Frauen einen bei weitem geringeren Stellenwert ein. Er erhielt kaum Beachtung und wurde nicht selten auch einfach weggelassen. Stattdessen wurden Sie mit der weiblichen Form des Familiennamens angesprochen. Mehr dazu im nächsten Abschnitt. Töchter wurden meistens Gaia oder Quinta genannt, darüber hinaus jedoch gab es noch viele weitere Namen. Der Übersichtlichkeit halber ist es angeraten, diese im Spiel auch zu nutzen, um möglichst wenige Namensüberschneidungen zu haben, da es sonst das Spiel nur unnötig erschwert.

Der Familienname (Gentilnomen)

Der Familienname war erblich und endete immer auf -ius. Um den Vater und seinen ältesten Sohn zu unterscheiden, wurde gerne der Zusatz Maior (der Ältere) und Minor (der Jüngere) verwendet.

Frauen wurden mit der weiblichen Form des Familiennamens angesprochen. Der Familienname Julius wurde dann zu Julia, Tiberius zu Tiberia, Manius zu Mania etc. Die unten aufgeführten Tabellen für Familiennamen wurden so angelegt, dass die männliche und weibliche Form jeweils an der selber Stelle der jeweiligen Tabellen zu finden sind.

Wurde bei den weiblichen Nachkommen der Familie auf den Vornamen verzichtet und hatte die Familie zwei Töchter, dann wurde ebenfalls oft mit Maior und Minor unterschieden, wobei dies nicht immer auf das tatsächliche Alter Rückschlüsse zuließ. Gab es noch mehr, dann wurde sich darüber hinaus mit Hochzählen beholfen. Die zweite Tochter erhielt dann den Zusatz Secunda, die Dritte Tertia usw.

Der Zusatzname (Cognomen)

Dieser bezog sich ursprünglich entweder auf eine besondere Leistung oder Eigenschaft einer Person, er konnte aber auch spöttischer Natur sein, so wie Crassus, was fett bedeutet. Was zuerst nur auf Einzelpersonen bezogen war, wurde zu Zeiten von Eagle Eyes – In den Schatten Roms bereits vererbt und besaß dementsprechend keinen beschreibenden Charakter mehr.

Die Cognomen wurden auch gerne dazu verwendet, um einzelne Zweige eines größeren Familienclans zu kennzeichnen.

Noch weitere Beinamen (Agnomen)

Um das Ganze auf die Spitze zu treiben, gibt es noch das Agnomen, das wir an dieser Stelle nur der Vollständigkeit halber erwähnen wollen und das den ursprünglichen Zweck des Cognomen, nämlich einen die Person beschreibenden Zusatz zu bilden, wieder ins Spiel bringt, nachdem der eigentliche Zusatzname erblich wurde und dementsprechend auch andere Personen diesen führten. Das Agnomen konnten eben wieder besondere Eigenschaften oder aber auch Erfolge in militärischer oder politischer Hinsicht widergeben.

Typische Agnomen sind z. B. Africanus oder Germanicus, die besondere militärische Erfolge kennzeichnen.

Bei den Agnomen haben wir auf eine Würfeltabelle verzichtet, da nur sehr wenige Adler zu Spielbeginn einen solchen haben dürften, wohingegen die restlichen drei für fast alle interessant sind.

Die Würfeltabellen

Die meisten Punkte haben mehrere Tabellen. Ihr könnt entweder direkt eine Tabelle aussuchen oder ihr werft zuerst einen Fate-Würfel und bestimmt dadurch eine Tabelle. Wenn ihr bei den Familiennamen ein „-“ erwürfelt habt, werft so oft neu, bis der Würfel ein „+“ oder „0“ zeigt und fahrt dann bei der jeweiligen Tabelle fort.

Werft dann mit vier Fate-Würfeln auf die Tabelle, die zu eurem Ergebnis passt.

Beginnt links oben und geht für jedes erwürfelte „+“ eine Spalte nach rechts und für jedes „-“ eine Zeile nach unten. Habt ihr nur „Nullen“ gewürfelt, dann ist der erste Eintrag euer erwürfelter Name.

Als Beispiel: Bei einem Ergebnis von 0 und +-0+ auf weibliche Vornamen wäre die erwürfelte Tabelle die Tabelle Vornamen (0) und der erwürfelte Name Quinta.

Manche Tabellen konnten nicht ganz gefüllt werden, weshalb bei diesen ggf. nur mit drei Fate-Würfeln gewürfelt werden muss.
Würfelt auf jeden Punkt einmal und setzt Euch dann Euren Namen zusammen. Viel Spaß.

 

Weibliche Vornamen

Vorname (+) 0 + ++ +++ ++++
0 Appia Gnaea Mino Septima Vopisca
- Decima Marcia Quarta Tiberia
-- Maio Prima Vibia
--- Octavia Titia
---- Spuria
Vorname (0) 0 + ++ +++ ++++
0 Aula Hosta Nona Servia Sexta
- Fausta Maxima Quinta Numeria
-- Mamerca Procula Publia
--- Paulla Tertia
---- Statia
Vorname (-) 0 + ++ +++
0 Acca Caesula Mettia Volusa
- Gaia Lucia Tulla
-- Mania Secunda
--- Postuma

 

 

Männliche Vornamen

 

Vorname (+) 0 + ++ +++ ++++
0 Marcus Gaius Titus Numerius Gnaeus
- Lucius Publius Manius Aulus
-- Quintus Tiberius Appius
--- Spurius Servius
---- Kaeso

 

Außerdem zählen noch Mamercus, Sextus und Decimus zu den 18 Vornamen, die am häufigsten vergeben wurden. Folgende Namen waren deutlich seltener anzutreffen:

 

Vorname (0) 0 + ++ +++ ++++
0 Agrippa Aruns Faustus Postumus Volero
- Ancus Denter Opiter Tullus
-- Caesar Lar Statius
--- Hostus Sertor
---- Proculus
Vorname (-) 0 + ++ +++
0 Numa Occius Statius Volusus
- Novius Salvius Vopiscus
-- Paquius Vibius
--- Trebius

 

 

Familiennamen (weibliche Form)

Familienname (+) 0 + ++ +++ ++++
0 Aemilia Calpurnia Fulvia Octavia Tullia
- Aurelia Domitia Livia Servilia
-- Claudia Iunia Sempronia
--- Galeria Postumia
---- Pompeia
Familienname (0) 0 + ++ +++ ++++
0 Antonia Cassia Furia Papiria Valeria
- Caecilia Fabia Manlia Sulpicia
-- Cornelia Licinia Sergia
--- Iulia Quinctia
---- Porcia

 

 

Familienname (männliche Form)

Familienname (+) 0 + ++ +++ ++++
0 Aemilius Calpurnius Fulvius Octavius Tullius
- Aurelius Domitius Livius Servilius
-- Claudius Iunius Sempronius
--- Galerius Postumius
---- Pompeius
Familienname (0) 0 + ++ +++ ++++
0 Antonius Cassius Furius Papirius Valerius
- Caecilius Fabius Manlius Sulpicius
-- Cornelius Licinius Sergius
--- Iulius Quinctius
---- Porcius

 

 

Zusatzname

0 + ++ +++ ++++
0 Fabianus Silvanus Hortensius Titianus Plautus
- Euphemius Victricius Longinus Romanus
-- Gallus Apollonarius Ursus
--- Megellus Bradua
---- Corvus

 

Eagle Eyes #13: Rom am Rhein – ZDFmediathek

Fast 500 Jahre herrschten die Römer am Rhein. Viele unserer Städte wurden von römischen Kaisern gegründet, nach dem Vorbild Roms. In Städten wie Köln entstand gar eine eigene, römisch-germanische Welt. Mit den römischen Soldaten hielten zum Beispiel Annehmlichkeiten wie Fußbodenheizung, fließendes Wasser, aber auch Wein und frisches Gemüse Einzug. In der dreiteiligen Dokumentation begibt sich Autor Christian Feyerabend mit dem Archäologen Matthias Wemhoff auf Spurensuche.

Hier noch ein weiterer Linktipp für euch, damit ihr euch auch multimedial auf eine Runde Eagle Eyes – In den Schatten Roms einstellen könnt. Diese dreiteilige Doku bis 03.04.2026 in der ZDF Mediathek verfügbar. Saugt Euch also die Doku, um für die neueste Fate Abenteuerwelt gerüstet zu sein.

Scherbenland – ein Fantasysetting für Fate Core

Jetzt erzähle ich dir etwas von den beiden Reichen des Zaren, Zapadřis und Vychodřis, also hör gut zu. Du magst denken, wir haben nichts als unsere Winter, du magst denken, dass hier selbst das kleinste Kind an Kälte und Hunger gewöhnt wird und dass einzig Stare Traha eine Handvoll Wunder birgt und das warme Herdfeuer der Zivilisation. Du magst denken, dass du jenseits der Hauptstadt nur Dolokavische Dörfer finden wirst, und jenseits dieser nur düstere Wälder, unwägbare Berge, und jenseits dieser den eisernen Griff der eisigen Tundra. Du magst denken, dass wir den frühlingsgrünen Absinth brauchen, um unsere Körper zu wärmen und unseren Geist zu ertränken, sodass wir vergessen, dass unser Land aus Schatten erstanden ist und verdammt dazu, wieder in diese Schatten zurückzufallen. Du bist dir sicher, dass wir nichts kennen außer der sturen Liebe zu unserem  Mutterland, unserer Vaterzunge und unserer Zarenreiche.

 Ein Gastbeitrag von Judith Vogt

Was soll das sein und warum haben Christian und ich ein neues Fate-Setting geschrieben? Ich muss dazu ein wenig ausholen, denn … Es war einmal – ein Roman-Entwurf, in den wir recht viel Hirnschmalz reingesteckt haben. Wie der Schreiberalltag dann so spielt, kam der Roman (mit dem schönen Namen Scherbenland) nicht zustande. Obwohl wir in anderen Projekten steckten, hat uns die Welt von Scherbenland jedoch nicht ganz losgelassen, und wie das dann immer bei uns so ist, haben wir angefangen, mit unserer Rollenspielrunde ab und zu kürzere Abenteuer als „Wölfe des Zaren“ zu spielen. Die Wölfe sind eine Spezialeinheit in einem russisch anmutenden Setting auf dem Technikstand der Napoleon-Ära. Die Wölfe werden auf alle möglichen diplomatischen und undiplomatischen Missionen entsandt und begegnen dabei nicht nur den Fronten eines Bürgerkriegs, des Scherbenstreits, sondern auch allerlei übernatürlicher Wort-Magie und Schattenkreaturen. Denn die Hauptstadt Beider Zarenreiche, Stare Traha, ist auf einer Schwelle zwischen dieser Welt und einer dunkleren errichtet. Alchemisten, fahrende Cikani, Wagemutige und Tollkühne durchdringen mit machtvollen Worten die Schleier.

 

Dabei haben uns die BBC-Serie Sharpe (mit dem jungen Sean Bean 😉 ), Otfried Preußlers Roman Krabat und die Mythenwelt der Russen und Balten inspiriert.

 

Und irgendwann im letzten Jahr dachten wir uns: Das gibt’s so als Fantasy-Setting eigentlich noch nicht. Und weil wir immer schon mal ausprobieren wollten, was die Fate-Community so außerhalb von Deutschland treibt, haben wir das Setting auf Deutsch und auf Englisch ausformuliert – weniger als Fate World of Adventure, sondern mehr als Sandbox-Band mit Mini-Kampagne und Archetypen, der eine recht große Spielwiese beschreibt und ein paar neue „Aspekte“ (höhö) einbringt zum Thema Verbündete, Rudelstunts und Wortmagie.

 

Dann haben wir uns gefragt: Mit Verlag oder ohne – und dadurch, dass es zwei Publikationen sind, die wir auf zwei Sprachen anbieten, haben wir uns dafür entschieden, es via drivethrurpg als PDF und Print selbst herauszubringen. Das hieß natürlich, dass wir alles selbst machen oder selbst organisieren (und selbst bezahlen) mussten. Das Cover stammt von der russischen Künstlerin Ksenia Zelentsova, die Karte haben wir wie schon bei Eis&Dampf Hannah Möllmann zu verdanken, Illustrationen stammen von Janina Robben, Mia Steingräber und Horus W. Odenthal, denen wir sehr dankbar sind für ihre Ideen und ihre Hilfe! Den Rest haben wir selbst gemacht. Deshalb finden sich in Scherbenland Zeichnungen von mir, Grafiken von Christian, Texte von uns beiden – und auch das Layout stammt von mir. Jetzt wissen wir, was es an Blut, Schweiß, Tränen, Geld und Zeit kostet, ein Rollenspielbuch komplett selbst aus dem Boden zu stampfen! Wir hoffen, ihr habt Lust, einen Blick hineinzuwerfen – HIER findet ihr schon mal eine Leseprobe!

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Noch ein paar Details zum Band: Es wird ein vollfarbiges Buch werden, wir peilen den Mai als Erscheinungstermin an. Ihr könnt euch für 19,90 € (Print) auf 90 Seiten an Beiden Reichen erfreuen – und vorab schon mal einen Blick auf www.scherbenland.de oder www.shardland.com werfen!